Professionalisierung der Bildungsberatung

Bildungsberaterisches Handeln wird zu einem zentralen Element der nationalen und europäischen Strategien zur Förderung des lebenslangen Lernens. Die Wege, Möglichkeiten und Angebote des Lernens und Weiterlernens nehmen zu. Ebenso wächst die Notwendigkeit für die Einzelnen, die eigenen Bildungs- und Lernprozesse immer wieder neu zu reflektieren und zu steuern. Damit steigt auch der Bedarf an kompetenter Information und Beratung.

Das bedeutet, dass die Anforderungen an die Beraterinnen und Berater größer und differenzierter werden. Eine verantwortungsbewusste Bildungsberatung kann nicht mehr zwischen "Tür und Angel" geleistet werden, sondern erfordert ein Professionsverständnis beraterischen Handelns.

Bildungsberatung wird an vielen Stellen geleistet: in Einrichtungen der Weiterbildung, in sozialpädagogischen Angeboten, in den Agenturen für Arbeit und Jobcentern, in Kammern, Schulen und Hochschulen, aber auch in freiberuflichen Arbeitsformen. Wer hier mitwirkt, braucht Kommunikations- und Prozesskompetenz, muss aber auch die Beratungselemente mit der Weitergabe von Informationen verbinden können. Er oder sie betreibt Schnittstellen-, Informations- und Qualitätsmanagement, muss gesellschaftliche Strömungen erkennen und einordnen können sowie die Chancen und Risiken der sich ständig verändernden gesellschaftlichen und individuellen Lebensbedingungen verstehen. Bildungsberater/-innen sollen das eigene Denken und Handeln reflektieren und in komplexen Zusammenhängen denken können.

Die Regionalen Qualifizierungszentren (RQZ) leisten mit ihren Weiterbildungsangeboten einen Beitrag zur Professionalisierung der regionalen Bildungsberatung in Deutschland.

Quelle: www.bildungsberatung-verbund.de