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Die Edition LIWF

In unserer Schriftenreihe Edition LIWF publizieren Menschen aus Forschung und Weiterbildung zu verschiedenen Themen aus ihren Tätigkeitsbereichen. Veröffentlichungsformen sind Monographien, in der Regel zu einem bestimmten Thema, Werkstattberichte wie Forschungsberichte und Tagungsdokumentationen oder Flugschriften mit kompakten Aufsätzen.

Zu beziehen sind alle Bände der Edition LIWF über den Verlag Klemm + Oelschläger.

Mehr zu unseren Autorinnen und Autoren erfahren Sie hier.

Herausgegeben von
Dr. Claudia Bade, Dr. Ralph Egler, Antje Goller, Michael Hempel, Dr. Holger Müller

 

Monographien

Band 1: Ortfried Schäffter (2014): Relationale Zielgruppenbestimmung als Planungsprinzip

Die pädagogische Aufgabe einer Weiterbildungsorganisation beruht darin, im Kontaktprozess zu gesellschaftlichen Umwelten aus ihren Bildungsadressaten schließlich leibhaftige Lernende zu machen, um mit ihnen pädagogische Dienstleistungen zu realisieren. Damit sich ein solcher Übergang vom Adressaten zum Teilnehmer professionell verlässlich zu vollziehen vermag, hat sich das Planungsprinzip der Zielgruppenorientierung herausgebildet. Umgekehrt betrachtet wird die Weiterbildungsorganisation in ihren vielschichtigen Außenkontakten zu einem pädagogisch sensitiven Resonanzraum für gesellschaftliche Transformation und damit für Lernanlässe unterschiedlichster Art.

In einer relationstheoretischen Perspektive auf eine beidseitige Beziehung emanzipiert sich das Zielgruppenkonzept gegenwärtig vom „pädagogischen Zeigefinger“ und damit von der bisherigen Engführung auf administrative Rekrutierungsmechanismen oder Bildungsmarketing. Wechselseitige Zielgruppenbestimmung wird nun als strukturelle Schnittstelle im Kontaktprozess zwischen pädagogischer Dienstleistung und selbstbestimmten Nutzerinteressen fassbar. Hierdurch öffnet sich der Blick auf unterschiedliche Vernetzungsvarianten zwischen Weiterbildung und gesellschaftlichen Lernwelten.

Band 2: Anita Sekyra (2016): Die Bedeutung Kollegialer Beratung in der Hochschuldidaktik

Eine theoretische und empirische Analyse zu dem Einfluss Kollegialer Beratung auf die Kompetenzentwicklung von Hochschullehrenden am Beispiel des Zertifikatsprogramms des Hochschuldidaktischen Zentrum Sachsens (HDS)

Kollegiale Beratung steht für Perspektivenvielfalt, Praxisnähe und Lösungsorientierung. Ihr Einsatz in der Hochschuldidaktik ist dabei noch recht neu und spricht für den derzeitigen vitalen Wandel der Lehr-Lern-Kultur an deutschen Hochschulen. Das Potential Kollegialer Beratung geht dabei über die Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten hinaus. Sie leistet einen Beitrag zu der individuellen Weiterentwicklung hochschuldidaktischer Handlungskompetenz der Hochschullehrenden und wird somit zu einem bedeutsamen Begleiter des „shift from teaching to lerning“. Die Studie wurde 2015 durch die Deutsche Gesellschaft für Hochschuldidaktik mit dem „Johannes-Wildt-Nachwuchspreis für hochschuldidaktische Forschung“ ausgezeichnet.

Werkstattberichte

Band 1: Birgit Spiewok, Helén Telemann, Nadine Feller, Claudia Bade, Ralph Egler (2015): Qualitätsmanagement und Professionalisierung in der Erwachsenenbildung

Das Forschungsprojekt untersucht Zusammenhänge zwischen der Arbeit mit Qualitätsmanagementsystemen und der Professionalisierung von hauptamtlich pädagogischen Mitarbeitern (HPM) an Volkshochschulen in Sachsen. Im Fokus stehen dabei nicht Struktureffekte in der Organisation, sondern sogenannte Humaneffekte. Untersucht werden die Wirkung von Qualitätsmanagement-systemen auf die Verbesserung von fachlichem Wissen und Handeln, von Handlungsroutine in der Arbeit sowie von Fragen des Ethos, also von Haltung und Bewusstsein der Befragten in Bezug auf die eigene Rolle. Dazu wird die subjektive Einschätzung der HPM mittels flächendeckender Befragung an allen VHS in Sachsen ermittelt und Wirkungen auf Professionalisierung im Bereich der Erwachsenenbildung werden aufgezeigt.

Band 2: Claudia Bade, Ralph Egler, Ulrich Klemm, Frank Schott, Rolf Sprink (Hg.) (2015): Erwachsenenbildung im 21. Jahrhundert zwischen Theorie und Praxis.

Vor dem Hintergrund des aktuellen gesellschaftlichen Wandels wird es zunehmend wichtiger werden, dass die Einrichtungen der Erwachsenenbildung kontinuierlich Impulse und Erkenntnisse aus der Wissenschaft erhalten und es zu einem systematischen Austausch kommt. Ziel des Symposiums an der Universität Leipzig war es, aktuelle Chancen und Grenzen der Kooperation auszuloten und nach Herausforderungen eines nachhaltigen Theorie- Praxis-Dialogs in der Erwachsenenbildung zu fragen. Es geht dabei um die Abklärung von Bedarfen und um Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Praxis in den Themenfelder:

  • Bildungsberatung/Lernende Regionen
  • Qualitätsmanagement in der Erwachsenenbildung
  • Qualifizierung von Erwachsenenbildner-innen
  • Lehren und Lernen in der Erwachsenenbildung.

Mit diesen Arbeitsfeldern werden zentrale Dimensionen gegenwärtiger und zukünftiger Erwachsenenbildung beschrieben, die das Epizentrum von Innovationen betreffen.

Das Symposium und der Tagungsband sind dem Nestor der Erwachsenenbildung in Leipzig nach der Wiedervereinigung, Prof. Dr. Jörg Knoll, gewidmet.

Band 3: Michael Hempel, Anita Sekyra, Stefanie Wiemer (Hg.): Vernetzt und eigenständig, Tutorienarbeit an sächsischen Hochschulen

Bundesweit setzen Hochschulen verstärkt auf das studentisch angeleitete Lernen in kleinen Gruppen. Tutor*innen geraten damit als Akteure der Hochschullehre verstärkt in den Blick und erhalten mit Qualifizierungsangeboten Unterstützung. Der Sammelband gibt einen Einblick in diesen Prozess und in aktuelle Forschungsergebnisse aus sächsischen Hochschulen. Zu Beginn beschreiben fünf Tutorinnen ihre Entwicklung als Lehrende im Tutorium sowie als Lernende in den von ihnen besuchten Qualifizierungsangeboten. Im Anschluss werden die Akteure sächsischer Facharbeitskreises vorgestellt. Anhand ihrer Erfahrungen werden Definition, Merkmale und Bedingungen sowie typische Handlungs- und Problemfelder von Tutorienarbeit herausgearbeitet. Darauf aufbaubauend illustrieren ausgewählte Praxisbeispiele die Aktivitäten der einzelnen Hochschulen.

Band 4: Kathrin Franke, Benjamin Engbrocks, Claudia Bade (Hg.) (2017): Qualitätspakt Lehre in Sachsen. Ergebnisse und Perspektiven der ersten Förderperiode.

2016 endete die erste Förderphase des Qualitätspakts Lehre (QPL). Im vorliegenden Band stellen Mitarbeiter/-innen an sächsischen Hochschulen und Universitäten ihre geförderten Projekte vor und geben Einblicke in die erreichten Ziele. Die Maßnahmen setzen einerseits bei den Studierenden an und konzentrieren sich  auf die Erleichterung der Studieneingangsphase oder tragen mit spezifischen Peer-Formaten zur Steigerung des Studienerfolgs bei. Andererseits wenden sich die sächsischen QPL-Projekte mit vielfältigen hochschuldidaktischen Qualifizierungsangeboten an die Lehrenden.

Band 5: Michael Hempel, Stefanie Wiemer, Anita Sekyra (2017): Tutorien mit Qualität. Ein Arbeitsbuch für Lehrende und Entscheidungsträger/-innen.

Die Betreuung von Tutorien gehört selten zu den offiziellen Arbeitsaufgaben von Lehrenden an Universitäten und Hochschulen. In der Folge mangelt es Tutor/-innen oftmals an Orientierung für ihre Tätigkeit. Aus der Beratungspraxis an der Universität Leipzig heraus ist dieses Arbeitsbuch entstanden: Es leitet Lehrende systematisch an, Tutorien mit Qualität zu entwickeln und umzusetzen. Entscheidungsträger/-innen lernen außerdem ein Modell kennen, wie Tutorenmittel qualitätsorientiert vergeben werden können. Die Autor/-innen sind seit vielen Jahren in der Hochschuldidaktik und in der Ausbildung von Tutor/-innen tätig.

Flugschriften

Heft 1: Gisela Wiesner, Ralph Egler (2015): Qualitätsmanagementsysteme in der Weiterbildung – Pflicht oder Verpflichtung?

Der Landesbeirat für Erwachsenenbildung beim Sächsischen Staatsministerium für Kultus entwickelte und unterstützte 2013 die Idee der Vorbereitung und Durchführung eines Weiterbildungsforums zum Thema Qualitätsmanagement in der Weiterbildung als Organisationsentwicklung in Verknüpfung mit qualitativ hochwertiger Bildungsarbeit. Das Ziel der Veranstaltung war bestimmt durch die kritische Betrachtung des Zusammenhangs von Qualitätsverständnissen und Aktivitäten in Erwachsenenbildungs- bzw. Weiterbildungsorganisationen und den Bedingungen für eine erfolgreiche Lehr-Lernprozessgestaltung zur Förderung der Kompetenzen der Teilnehmer/-innen.

Der hier veröffentlichte Einführungsvortrag nebst Thesen diente diesem ersten Sächsischen Landesforum als Einführung und Anregung für die Erfahrungsaustausche der ca. 100 Teilnehmenden mit der Absicht einer gemeinsamen Prüfung, des Transfers und der Nachnutzung von Strategien und Herangehensweisen.

 

Heft 2: Gregor Lang-Wojtasik (2017): Globalisierung und Globales Lernen als ein Epizentrum politischer Erwachsenenbildung!?

Mit der zunehmend sichtbaren Globalisierung und Entwicklung hin zu einer Weltgesellschaft sind gesellschaftliche und menschliche Lernherausforderungen verbunden. Globales Lernen ist eine Konzeption, mit der Offerten zum Umgang mit daraus resultierenden Chancen und Grenzen angeboten werden, die als reflexives Differenzlernen zuspitzbar sind. Diese werden als Auftrag auch für politische Erwachsenenbildung begriffen, deren Lernanlässe und -umgebungen im 21. Jahrhundert neu positioniert werden können – zwischen formaler und non-formaler Bildung sowie formellem und informellem Lernen in lebenslanger Perspektive.

Der Autor ist Professor für Erziehungswissenschaft/Pädagogik der Differenz an der PH Weingarten und Grund- und Hauptschullehrer.